16000 miles part II

Wie gesagt, es passiert nicht immer alles so wie man es geplant hat...


Pünktlich um 23:55 hieß es dann auch "ready for takeoff" mit der Airline meines Vertrauens - Etihad. Zufälligerweise musste Ich im Flugzeug den Platz tauschen,
was mir einen sehr netten, indischen Flugnachbarn bescherte - Die erste gute Gelegenheit um Englisch zu lernen.
Promt jedoch war ich beeindruckt durch die pompöse Multimediaausstattung an Bord. Jeder Gast hatte die Auswahl zwischen
76 Filmen, zahlreichen TV Shows und Dokumentationen und hunderten von Musikalben aller Genres - keine Zeit für langeweile an Bord.
Und auch noch dieses leckere Essen ... mhh ... aber genug des guten Starts. Kurz vor 8 Uhr Ortszeit des nächsten Tages befanden wir
uns im Landeanflug auf Abu Dhabi - jedoch machte uns ein Sandsturm zu schaffen, was uns dazu veranlasste in Chargia zwischen zu landen.
Aussteigen konnte wir jedoch nicht - Flughafen überfüllt. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Zwischenstopp zum tanken sein, jedoch
wollte der Sandsturm nicht ablassen und wir waren für zweieinhalb Stunden gefesselt.
Alsbald sich das Unwetter ( Unwetter bei 40° C im Schatten!) verzog ging es wieder Richtung Abu Dhabi, mit der Angst, den Anschlussflug
nach Sydney zu verpassen. Und dann war es auch schon soweit, Just in Time als wir uns auf den Landeflug machten, sahen wir unseren Anschlussflug
starten.

Das bescherte dem Flughafen natürlich jede Menge Unruhe, aber was solls, Ich war ja noch nie in Abu Dhabi. Nach vielzähligen, bisweilen auch aggressiven
Diskussionen am Schalten, denen ich wie ein zufriedener Schuljunge gelauscht hab, gab es zwei Angebote von Etihad.

Numero Uno:

Sie wählen Tor 1 und fliegen noch diese Nacht (es war gerade um 10 Uhr morgens) zurück nach London, von London nach Singapur und von Singapur nach Sydney.
Trotz der guten Multimedia und Dinnerausstattung and Bord konnte mich Tor 1 jedoch nicht überzeugen.

Numero Due:

Sie wählen Tor 2 und bleiben eine Nacht in einem Hotel mit Vollpension auf Kosten der Fluggesellschaft in Abu Dhabi und fliegen morgen in aller früh (10 Uhr)
geradlinig nach Sydney. Immerhin besser als Tor 1, denn eine Dusche hatte ich dringend nötig. Und wie gesagt, Ich war noch nie in Abu Dhabi.

In dem ganzen Trubel konnte ich auch zwei deutsche Reisegefährten gewinnen. Aus dem gekühlten Flugzeug ausgestiegen war Ich wie erschlagen von 40° C morgens.
Noch unrealistischer erscheinte mir da die Aussage unseres Taxisfahrers, denn den Tag zuvor seien es hier 48° C im Schatten gewesen. Da kann man fast
Spiegeleier braten. Deshalb ließ ich mir es auch nicht nehmen gleich die Stadt, oder besser gesagt den Weg zum Strand zu erkunden. Natürlich oben ohne bei
dieser Hitze. War aber auch nicht so schlimm, denn aufgrund des religiösen Ramadan, bei welchem es dem religiöse Bevölkerungsteil Abu Dhabis nicht erlaubt
war bei Tageslicht zu essen oder andere Aktivitäten zu unternehmen. Somit war ich fast der einzige Mensch der am Meer entlang, auf der Suche nach einem
Strand beziehungsweise Abühlung war. Und da ging ich nun und ging am Wasser entland, jedoch kein Strand in Sicht. Und wenn ich dann doch einen Menschen auf
der Straße traf, sagte er 20 Minuten in die Richtung, in der ich ginge. Weit gefehlt, es verging nämlich eine Stunde bis ich den weißen Sandstrand sehen
konnte. Mit voller Vorfreude stürmte Ich auf ihn zu bis mich die nackte Realität einholte. Zum einen saß ein nackte Mann auf der Parkbank gegenüber und
zum anderen musste man Eintritt für den Strand zahlen. Kein Problem eigentlich, hätte man Abu Dhabi Geld bei sich... Da war Ich nun, glücklich, dass Ich
den Strand zumindest gesehen hatte, und machte mich verdurstend auf den Heimweg.

Im Hotel angekommen, fühlte Ich mich wie nach einem 30km Marathon und sprang erst mal ins kühle Nass der Dusche. Aber vorher musste ich noch den Winter im
Gebäude überwinden, denn das Gebäude war auf 18°C gekühlt. Das ist wie wenn man von unserem Sommer geradewegs in den Schnee springen würde.

Am morgen darauf gabs auf wieder Neuigkeiten, der Flug wurde verschoben. Und zwar um 4 Stunden nach hinten. Darüber hinaus ist es auch kein Direktflug mehr,
sonder mit Zwichenlandung in Bankok. Jedoch wären in Bankok nur 4 Stunden Aufenthalt geplant und da sich der Flug nun um 4 Stunden verschob, klang
das wieder äußerst nach einem längeren Aufenthalt in Bankok. Aber was solls, Ich war noch nie in Bankok. Die Fluggeselltschaft aber versicherte uns,
das das Flugzeug, welches nun 4 Stunden später abhebt, 2 Stunden schneller fliegt.

Ahja.

Der Flug von Abu Dhabi nach Bankok war  wie ein langer DVD Abend für mich, mit einer ganzen Sitzreihe für mich allein. So bequem sollte es von Bankok
nach Sydney nicht mehr werden, was bedeutet, wir haben den Anschlussflug wirklich erwischt, nicht zuletzt dank einem netten Herr der Fluggeselltschaft der
Uns nach der Landung abholte und direkt zum richtiger Gate brachte. Nun begangen meine letzten 14 Stunden Flug. Ein Flug, auf dem man die Australier sehr
leicht durch Flip Flops erkennen konnte. Es war nämlich an Bord so kühl, dass kein anderer Mensch Flip Flops tragen würde. Nicht einmal Ich.
Auf diesem Flug war es dann auch das erste Mal, als sich das Gefühl einschlich, dass Ich nun wirklich auf mich Allein gestellt bin für das nächste halbe Jahr.
Aber was solls. Ich war noch nie in Sydney.

Schließlich angekommen am Kingsford Smith Airport in Sydney waren wir äußerst verblüfft, dass unser Gepäck auch wirklich am selben Flughafen zur selben Zeit
war. Nun musste Ich mich auf von meinen mittlerweile 7 deutschen Weggefährten trennen.

Glücklicherweise hatte ich einen Transport vom Flughafen zum Hostel schon von Deutschland gemietet. Das machte die Sache einfacher. Somit wusste ich,
das ein Aussie (=Australier) mit einem gelben Schild, auf dem ein Kangoroo zu sehen war, auf mich wartete.
 

[to be continued]

1 Kommentar 18.10.08 17:22, kommentieren

16000 miles

Hallo Freunde,

 

zu aller erst - mir gehts prima .

Lang lang hats gedauert fuer meinen ersten Eintrag hier - aber in der ersten Zeit gabs einfach zu viele neue Eindruecke - und zu wenig freies Internet .

Aber ich fang am besten ganz von vorne an...

Am Montag, den 22. September ging fuer mich die abenteuerliche Reise ins ferne Down Under los. Zu aller erst gabs natuerlich einen ruehrenden Abschied am Regensburger Bahnhof - wobei ich glaube, dass ich der einzige dabei war, der die ganze "halbes Jahr weg" Sache noch nicht realisiert hatte. Fuer mich war es einfach das Gespanntsein aufs Neue, Unbekannte.

 Alsbald gings schliesslich von Regensburg erst mal in 3 Stunden, aber eher gefuehlten 15 Mintuen, Non-Stop nach Frankfurt Flughafen mit dem ICE und meinem halbjahres Gepaeck.

 Habt ihr gewusst wie gross der Frankfurter Flughafen ist? Ich nicht... denn es ging erst mal mit einer 10 minuetigen Busfahrt zum richtige Terminal. Am Terminal angekommen hatte ich alle Zeit der Welt, denn ich war 5 Stunden vor Abflug da um, naja, ihr wisst schon, um allen Eventuellitaeten vorzubeugen .

 

Schoener Zufall, dass mein Cousin zufaellig gerade sein Praxissemester in Frankfurt machte und mich so auf einen Sprung besuchen konnte. Aber nun zum Flug, geplant war mit einem Zwischenstop ueber Abu Dhabi am Mittwoch, den 24.September in Sydneys Kingsford-Smith Airport anzukommen.

 

Doch ihr wisst ja... Es kommt nicht immer alles so, wie es geplant war

 

[to be continued]

 

Ps: Hoffe ihr koennt mir die ae, ss, oe etc verzeihen, auf den Australischen Tastaturen gibts sowas leider nicht

 

 

 

6 Kommentare 25.9.08 20:12, kommentieren